19.02.2010  16:36 Uhr

Animation
Animierte Videos sind universell einsetzbar

Köln-Bonn. Unter Animation versteht man die Technik, bei der gezeichnete, am Computer erstellte oder fotografische Aufnahmen so angezeigt werden, dass für den Betrachter ein bewegtes Bild entsteht. Videos, die sich aus solchen Bildern zusammensetzen, werden als animierte Videos bezeichnet.

Vom lateinischen Begriff animare („zum Leben erwecken“) abgeleitet, erschafft die Animation ein bewegtes Bild durch die Wiedergabe von Einzelbildern mit einer Frequenz von ca. 24 Bildern pro Sekunde, was beim Betrachter unweigerlich die Illusion einer flüssigen Bewegung erzeugt.

Der Trickfilmindustrie produziert die meisten animierten Filme, gefolgt vom Film- und Fernsehbereich und der Werbung. Ebenso werden Animationen in zahlreichen Naturwissenschaften, der Architektur, dem Design und der Lehre eingesetzt.

Auch bei animierten Videos wird die Basis von Fotos, Grafiken und Texten gebildet. Diese werden per Animation in Bewegung gesetzt, wobei sich unterschiedlichste Effekte erzielen lassen. Von spannungsgeladen bis emotional, animierte Videos können beim Zuschauer die gleiche Wirkung erzielen wie klassische Videoaufnahmen.

Bewegte Bilder durch Bildgestaltung am Computer

Heutzutage hat der Computer die Bildgestaltung vieler Videos übernommen. Sowohl 2D als auch 3D-Visualisierungen lassen sich komplett am Computer erstellen. Hinsichtlich der am Computer generierten Animationen unterscheidet man zwischen drei Techniken: Bild-für-Bild-Animation, Keyframe-Animation und aktionsbasierte 3D Visualisierungen.

Bei der Bild-zu-Bild-Animation werden Einzelbilder wie in einem Daumenkino einzeln dargestellt und nacheinander wiedergegeben. Das Keyframe-Animationskonzept beinhaltet die Festlegung der zu animierenden Objekteigenschaften zu bestimmten Zeitpunkten in der Animationssoftware (Keyframes). Mithilfe mathematischer Interpolation werden die Objektwerte für die Einzelbilder zwischen den Keyframes berechnet, was eine enorme Zeit- und Aufwandsersparnis bedeutet.
Die aktionsbasierte Animation schließlich arbeitet objektorientiert. Die Animationen werden durch eine Liste von Aktionen definiert und während des Ablaufes nacheinander ausgeführt.

Kreativität und Unabhängigkeit mit geringen Kosten durch animierte Videos

Besonders in der Werbung werden animierte Aufnahmen klassischen Bilden oft vorgezogen. Wenn Filmemacher ihre Ideen möglichst genau und sparsam verwirklichen wollen, bieten animierte Videos eine kostengünstige Alternative zu klassischen Dreharbeiten. Animationen machen das Endergebnis kalkulierbarer und bieten zudem die Möglichkeit unabhängig zu arbeiten. Akteure, Schauplätze und Requisiten spielen dann keine übergeordnete Rolle mehr.
Heutzutage lassen sich qualitativ sehr hochwertige Bilder am Computer anfertigen, die der Kreativität freien Lauf lassen. Vor allem in der Werbung, wo es darum geht, möglichst viel Aufmerksamkeit durch ungewöhnliche Bilder zu generieren, liegen animierte Videos klar im Vorteil. Außerdem sind sie universell einsetzbar: Ob im Internet, Fernsehen, Kino oder bei Präsentationen, animierte Videos lassen sich je nach Absicht und Wirkung frei gestalten.


 

(Redaktion)

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