Energie
Industrie- und Handelskammern fordern Abkehr vom Atomausstieg
Düsseldorf. (ddp-nrw). Die Industrie- und Handelskammern (IHK) in Nordrhein-Westfalen fordern von der Politik eine Abkehr vom Atomausstieg. Neben einer Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden Kernkraftwerke (KKW) müsse auch über eine Modernisierung der Meiler nachgedacht werden, heißt es in einem am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellten Positionspapier zur Energiepolitik. Dabei dürfe auch im bislang KKW-freien Nordrhein-Westfalen ein Neubau von Atomkraftwerken kein Tabu sein.
Für eine sichere Energieversorgung müsse die Energiepolitik alle Optionen offen halten, wird in dem Papier betont. Die Kernkraft könne vor allem dazu beitragen, die finanzielle Belastung der Wirtschaft durch den Emissionshandel mit Kohlendioxid-Zertifikaten zu verringern, da Atomkraftwerke anders als Kohlekraftwerke kein CO2 produzierten.
Darüber hinaus sprechen sich die Kammern für eine konsequente Nutzung heimischer Energieträger wie Stein- und Braunkohle aus. Bei der Steinkohle gelte dies aber nur, wenn die Förderung dauerhaft ohne Subventionen auskomme. Auch müssten erneuerbare Energien aus Wind, Wasser und Sonne weiter ausgebaut werden, heißt es weiter.
Die Kammern in NRW haben ihre energiepolitischen Positionen den Angaben zufolge in sechs Workshops zusammen mit 400 Unternehmen erarbeitet. Die 16 IHK im bevölkerungsreichsten Bundesland vertreten die Interessen von mehr als 900 000 Mitgliedsunternehmen.
Icon: © Sven Brentrup / aboutpixel.de
(BITKOM)
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Unser Unternehmen ist zwar Zwangsmitglied bei der IHK, deswegen ist die IHK aber noch lange nicht berechtigt, zu behaupten, sie vertritt die Interessen aller Mitgliedsunternehmen! Unsere Meinung hat die IHK noch nie interessiert. Wir sind ausdrücklich gegen neue Atomkraftwerke in NRW! Wenn die IHK sich wirklich glaubhaft für Reformen einsetzen will, dann sollte sie die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft(en) fordern. Das wäre mal wirklich etwas Neues.
Die Forderung der IHK ist reine Ideologie. Wind- und Wasserkraft ist heute schon günstiger als neue Kernkraftwerke, wenn man den Rückbau und vor allem die Kosten für die Endlagerung mit all ihren Problemen berücksichtigt. Der beste Beleg ist ein neues Kernkraftwerk in Finnland, dessen Bau mittlerweile doppelt so teuer ist wie von Areva (Siemens) vorher behauptet wurde. Die finnische Regierung ist inzwischen gegen den Bau weiterer Reaktoren!
Auch in NRW wurden wertvolle Steuermilliarden für sinnlose Atomprojekte verpulvert, z.B. Kalkar (7 Mrd. DM) und Hamm-Uentrop (4 Mrd. DM).
Diese Industrie- und Handelskammern behaupten zwar, sie würden 900.000 Mitgliedsunternehmen in NRW vertreten, aber die Wirklichkeit sieht sicherlich ganz anders aus.
Dass die IHKn einem schon wieder Atomkraft schmackhaft machen wollen, obwohl nicht einmal die Endlagerung des ganzen bisherigen Atommülls gesichert werden kann, beweist doch wohl, wie leicht bei IHK-Funktionären ein gesunder Menschenverstand abhanden kommen kann. Solange IHKn ihre Mitglieder per Zwang rekrutieren dürfen, solange werden wir auch wohl leider nicht viel Gescheiteres von dort zu erwarten haben.
Als "kostenverursachende Hemmschuhe und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Funktionäre", so beschrieben bekanntlich schon Günter und Peer Ederer die Zwangsmitgliedschaften zu Berufskammern sehr treffend! (Das Erbe der Egoisten, Seite 373 / Goldmann-Verlag 1997)
Es wird Zeit, dass endlich diese vollkommen überflüssige IHK-Zwangsmitgliedschaft und die damit verbundene Abzockerei auf dem Müllhaufen der deutschen Geschichte landet!
Mit besten Grüßen
Heinrich Vetter (Mitgründer von www.kammerboykott.com)
Neueste Nachrichten zum Thema KammerZwang bei: www.kammerwatch.de oder www.bffk.de
Die IHKn sollen die Interessen der Gesamtheit der Unternehmen vertreten.
Wie verträgt sich das "JA" zur Atomenergie mit den Interessen der Solarindustrie und aller anderen Unternehmen, die auf erneuerbare Energien setzen?
Und was ist die Gesamtheit? Gibt es eine repräsentative demokratische Umfrage unter den betroffenen Unternehmen?
Wie kann es sein, dass sich eine Gruppe von Funktionären anmaßt Meinungen zu vertreten wenn sie noch nicht mal demokratisch dazu ermächtigt wurde. Das erinnert mich stark an die DDR.
1. die Kammern haben lt. hessischem Verwaltungsgerichtsurteil vom Februar 2008 überhaupt nicht das Recht sich im Namen der (Zwangs-)Mitglieder politisch zu äussern.
2. Die Atomkraftwerke wurden in den Jahren mit 40 Milliarden € Steuergeldern subventioniert. Von der Forschung bis zur Fertigstellung.
2. Selbst die Entsorgungskosten trägt der Steuerzahler
3. Die Aussage "ATOMSTROM sei umweltfreundlich" ist ebenso nicht nur Augenwischerei, sondern eine Lüge. Die Herstellung ist sehr Energieintensiv. Und Energie ist teuer.
Ein etwas abweiges Beispiel: Eine Suche im Internet bei Google verbrauchtt soviel Energie, dass man damit 8 Minuten eine Glühbirne einschalten kann. NIcht nur der eigene PC verbraucht Energie, auch die weltweiten Server, die angeschlossen sind.
3. Die Atomkraftwerke sind abgeschrieben. Es werden nur noch Gewinne eingefahren. Kein Wunder das die Lobby die Bevölkerung für dumm verkaufen will. Strom wird dadurch auf keinen Fall billiger.
Was bekommt Herr Wolfgang Clemens für diese Kampagne
Für all diejenigen, die sich dafür interessieren, dass sich die Kammern laut hessischem Verwaltungsgericht nicht mehr zu politischen Fragen äussern dürfen, hier ein link:
http://www.kammerwatch.de/1056/ihk-erhalt-maulkorb/
in diesem Sinne,
Kann es denn wahr sein? Die IHK basiert auf einer Zwangsbasis, weil sie offensichtlich mit dem Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht zurechtkommt. Sollten die Zwangseinnahmen jetzt bei der IHK einen Höhenflug ausgelöst haben, daß sie sich jetzt sogar bei Fragen der Atomenergie einmischen will? Wer nicht nach den Regeln der Freien Marktwirtschaft zurechtkommt, der sollte sich lieber bei diesem Thema raushalten......oder ist bei der IHK die Langeweile ausgebrochen, weil kaum noch jemand etwas von ihr will?
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