INSM veröffentlicht Online-Rechner zur Abgeltungssteuer
Köln. Wenige Tage vor Verkündung des Eckpunktepapiers zur Unternehmenssteuerreform warnt die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vor Plänen zu einer Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge, die Teil des Reformpaketes ist.
"Nach allem, was bis dato bekannt ist, könnte das auf eine Steuererhöhung hinauslaufen, dieses Mal für die Sparer", sagt INSM-Geschäftsführer Dieter Rath. "Die Abgeltungssteuer war eine gute Idee, die wahrscheinliche Umsetzung aber überzeugt nicht."
Unter www.insm-abgeltungssteuerrechner.de hat die INSM einen Rechner online gestellt, mit dem jeder individuell für sich ausrechnen kann, ob er mit einer möglichen Abgeltungssteuer besser oder schlechter gestellt wäre als heute.
Die Steuer soll ab 2009 als neue Erhebungsmethode die derzeitige Steuererhebung auf Dividenden, Zinsen und Erträge aus Wertpapier-Veräußerungen ablösen. Der Vorteil des neuen Verfahrens ist seine Einfachheit. Die Pauschalsteuer würde direkt von der Bank an das Finanzamt überwiesen, die Anleger ersparen sich so das Ausfüllen der Anlage KAP in der Steuererklärung. Mit einem Steuersatz von 25 Prozent und dem Wegfall von Freibeträgen jedoch käme die neue Methode einer Steuererhöhung für viele Sparer, auch für Kleinanleger, gleich. Neben dem bereits ab 2007 halbierten Sparerfreibetrag, sollen auch das so genannte Halbeinkünfteverfahren und die Spekulationsfrist wegfallen. Möglicherweise werde den Bürgern ein Veranlagungswahlrecht eingeräumt.
(k.olbrisch)
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Foto: Thorben-Wengert / pixelio.de
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