11.07.2007  14:23 Uhr

Second Life
Kölner Dom wird Wahrzeichen der virtuellen Welt

Köln. Nach umfangreicher Konzeptionsphase geben die Dombauverwaltung Köln und die Seminal Considerations GmbH den Start des Projekts "Virtueller Kölner Dom" in der dreidimensionalen Internet-Welt Second Life bekannt. Der Virtuelle Kölner Dom stellt den Kern des von der Seminal Considerations GmbH entworfenen Stadtkonzepts "Virtuelles Köln" dar und wird durch seine detaillierte Ausarbeitung in eindrucksvoller Weise den Brückenschlag zwischen realer und virtueller Welt symbolisieren.

Bereits Anfang des Jahres hat die Kölner Unternehmensberatung das konzeptionelle Grundgerüst für das Virtuelle Köln entwickelt. Außer Frage stand dabei von Beginn an, dass nur eine besonders hochwertige Visualisierung des Doms im Zentrum des Virtuellen Köln stehen kann. Im Februar wurde daher Kontakt zur Dombauverwaltung aufgenommen, welche sich zusammen mit dem Erzbistum Köln gründlich mit der Projektidee auseinandersetzte und nach Beschluss des Metropolitankapitels der Seminal Considerations GmbH die beratende Mitarbeit der Dombaumeisterin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner zusagte. Als grundlegend für die Zusammenarbeit hebt Prof. Dr. Schock-Werner insbesondere den gemeinsamen hohen Anspruch der Umsetzung hervor: "Wenn der Dom innerhalb eines virtuellen Kölns in Second Life erscheinen soll, dann muss er den Charakter, die Form und die Qualität des wirklichen Gebäudes haben. Schließlich werden Millionen Besucher aus der ganzen Welt auch diesen Dom erleben. Deshalb arbeiten wir mit Seminal Considerations zusammen."

Der Bau des Virtuellen Kölner Doms entsteht auf der Grundlage eines neuartigen Entwicklungsansatzes für Projekte in virtuellen Welten. Zentraler Gedanke ist, virtuelle Welten wesentlich stärker als bisher mit der Realität zu verknüpfen und sie dadurch für eine große Öffentlichkeit interessant zu machen. "Wir sind frühzeitig an die Dombauverwaltung herangetreten, um sicherzustellen, dass die Visualisierung des Kölner Doms auch in kunsthistorischer Hinsicht der großen Bedeutung des realen Bauwerks gerecht wird. Das Virtuelle Köln muss diesen Qualitätsanspruch erfüllen, damit sich die Kölner auch in Second Life mit ihrer Stadt identifizieren können", erläutert Sandra Lendorf, Geschäftsführerin der Seminal Considerations GmbH.

Auch in Second Life gilt: „Mer losse d’r Dom en Kölle“

Ausgehend vom virtuellen Dom soll mit dem Gesamtprojekt gezeigt werden, dass virtuelle Welten mittlerweile eine ernstzunehmende Kommunikationsplattform darstellen, wenn ihnen ein durchdachtes und nachhaltiges Konzept zugrundeliegt. Am Beispiel Kölns soll eine ganze Region in ihrer kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Vielfalt mediengerecht mit der virtuellen Welt Second Life verknüpft werden. Rund um den virtuellen Dom entsteht so ein urbaner Raum, in welchem sich neue Impulse für das gesellschaftliche und ökonomische Leben der Rheinmetropole entfalten können.

Der virtuelle Dom befindet sich bereits in der ersten Bauphase und wird nach deren Abschluss Mitte August eröffnet. In den darauffolgenden Monaten wird der Dom sodann in vielen wichtigen Details digitalisiert und verfeinert. Parallel zum Ausbau des virtuellen Doms entsteht in dessen Umfeld die Region Virtuelles Köln. Weiterführende Informationen, insbesondere zu den Möglichkeiten, sich an dem Projekt zu beteiligen, befinden sich auf der Website www.virtuelles-koeln.de.


 

(Redaktion)



 


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