29.11.2011  14:18 Uhr

Studie
O2 baut seine Netze aus

Köln-Bonn. Laut einer aktuellen Studie besitzt bereits das Gros der Kölner ein Smartphone oder Tablet, mit dem natürlich auch ein Internetzugang verbunden ist. Dieser Trend zeichnet sich auch in der restlichen Bundesrepublik ab und scheint das Unternehmen O2, das nach aktuellen Marktforschungsergebnissen über die zufriedensten Kunden verfügt, ein wenig zu überraschen.

Die intensive Nutzung des mobilen Internets durch den gestiegenen Einsatz der Smartphones hat die Erwartungen des Unternehmens weit übertroffen. Einerseits ist die starke Nachfrage ein gutes Zeichen, aber andererseits sieht sich O2 nun einer nicht zu unterschätzenden Herausforderung gegenüber.

Der Zuwachs ist enorm

Der Neukundenzuwachs bei O2 ist höchst zufriedenstellend und auch die Kunden selbst hatten nur wenig Grund zur Beschwerde. Der Smartphone-Boom scheint das Unternehmen allerdings ein wenig überrascht zu haben. Vereinzelt kam es im Netz von O2 sogar zu Ausfällen, was den Kunden natürlich keineswegs behagte. Der Sprecher des O2-Mutterkonzerns Telefonica ließ bei einer Pressekonferenz in München verlauten, dass das Unternehmen momentan ein überdurchschnittliches Datenwachstum verzeichnen würde. Mittlerweile sind 90 Prozent der von O2 verkauften Geräte Smartphones. Das Unternehmen baut nun sein Mobilfunknetz verstärkt aus, um die Probleme zu beheben und für zukünftige Belastungen gerüstet zu sein. Mit den Tarifen von O2 sind die Kunden ansonsten sehr zufrieden. Besonders Anschlussnehmer, die über kein Festnetztelefon mehr verfügen, profitieren von den günstigen Handytarifen. Die vor einiger Zeit offen gelegte Quartalsbilanz weist ein sattes Plus von 252.000 Neukunden aus. Der Umsatz je Kunde steigt und Smartphones verkaufen sich dieser Tage wie warme Semmeln. Zudem wurde O2 in der Marktforschungsstudie Kundenmonitor 2011 zum fünften Mal in Folge zum Netzbetreiber mit den zufriedensten Kunden gekürt. Wäre da nicht die ärgerliche Netzüberlastung, könnte man also durchaus mit der momentanen Lage zufrieden sein.

Der Masterplan muss her

Die modernen Smartphones fordern den Netzen einiges ab. Sie befinden sich in einem daueraktiven Zustand, den man auch „always on“ nennt. Sie senden zudem mehr Signale als die herkömmlichen Mobiltelefone, was manchmal zu einer Reduktion der Verbindungsqualität bei der Kommunikation mit der Basisstation führen kann. Das ist besonders tückisch, weil das Handy in so einem Fall trotzdem anzeigt, dass es guten Empfang hat, obwohl es streng genommen vom Netz getrennt ist. Gegen Ausfälle gibt es nur ein einziges probates Mittel: Der Ausbau der Netzinfrastruktur. Noch im Spätsommer seien darum viele Basisstationen von O2 aufgerüstet worden, um dem Smartphone-Ansturm besser bewältigen zu können. Und auch all jene Standorte, die noch immer unter einem hin und wieder überlasteten Netz leiden, werden in absehbarer Zeit von der Aufrüstung betroffen sein.


 

(Redaktion)



 


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