09.02.2010  08:55 Uhr

Bankenwerte unter Druck
Wall Street schließt schwächer

New york. Zweifel an der Erholung der Wirtschaft und die Angst vor höheren Zinsen haben die US-Aktienkurse am Montag belastet. Unter Druck standen vor allem die Aktien des Finanzsektors. Einzelne Werte profitierten in einem ansonsten impulsarmen Handel von positiven Analystenkommentaren und überzeugenden Quartalsbilanzen.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 1,0% bzw 104 Punkte auf 9.908. Der Index schloss erstmals seit drei Monaten wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 10.000 Punkten. Der S&P-500 verlor 0,9% bzw neun Punkte auf 1.057. Der Nasdaq-Composite sank um 0,7% bzw 15 Punkte auf 2.126. Umgesetzt wurden 1,09 (Freitag: 1,56) Mrd Aktien. Dabei standen 1.080 Kursgewinnern 1.963 -verlierer gegenüber; unverändert schlossen 86 Titel.

Neben den Defizitproblemen einiger europäischer Länder lastete ein Bericht des "Wall Street Journal" auf dem Markt. Demnach bereitet US-Notenbankchairman Ben Bernanke einen Plan vor, mit dem die Federal Reserve allmählich zu einer strafferen Geldpolitik übergehen will. Damit wäre die Ära historisch niedriger Zinsen beendet, mit deren Hilfe die angeschlagenen Banken hohe Gewinne erzielen konnten.

Im DJIA fielen Bank of America um 3,5% auf 14,48 USD und J.P. Morgan um 1,6% auf 37,70 USD. Den prozentual höchsten Kursgewinn im Index verzeichneten die Aktien der Baumarktkette Home Depot, die um 2,2% auf 28,59 USD zulegten. Die Analysten von Morgan Stanley hatten Home Depot auf "Overweight" von "Equalweight" hochgestuft.

Der Einzelhandelssektor, zu dem Home Depot gehört, erhielt einen zusätzlichen Schub von Hasbro. Der Spielwarenhändler hatte mit seinem Quartalsergebnis die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Hasbro-Aktie verteuerte sich um 12,7% auf 34,71 USD. Wal-Mart fielen indessen um 0,8% auf 52,93 USD.

Newell Rubbermaid gewannen nach der Hochstufung auf "Overweight" durch Morgan Stanley 1,7% auf 13,58 USD. CIT Group drehten nach anfänglichen Kursgewinnen ins Minus und schlossen um 0,5% niedriger bei 30,61 USD. Das Unternehmen hat den ehemaligen Merrill-Lynch-CEO John Thain an die Führungsspitze berufen.

   DJG/DJN/cln 
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(Redaktion)

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