Anstieg des Leitindex
Bernanke-Aussagen befeuern Aktienmarkt
Frankfurt/Main. (dapd). Der DAX hat am Freitag einen starken Start in den letzten Handelstag der Woche hingelegt. Der Leitindex stieg im frühen Geschäft um knapp 0,2 Prozent auf 7.207 Punkte. Das Tageshoch lag bei 7.218 Punkten und damit knapp unter dem Jahreshoch von 7.222 Zählern.
Anstieg des Leitindex am letzten Handestag der Woche. Im frühen Geschäft stieg er um knapp 0,2 Prozent auf 7.207 Punkte.
Der MDAX machte knapp 0,3 Prozent auf 10.300 Zähler gut. Der TecDAX legte hingegen kaum zu: Der Index notierte bei 876 Punkten und damit nahezu auf Vortagsniveau. Stützend wirkte die von Fed-Chef Ben Bernanke in Aussicht gestellte großzügige Versorgung der Finanzmärkte mit Liquidität. «Bernanke hat nochmals klargemacht, dass bei niedriger Kapazitätsauslastung und zu hoher Arbeitslosigkeit weitere stimulierende Maßnahmen der Fed nötig seien», sagte ein Händler.
In New York wurden die Aktienkurse am Donnerstag von der eskalierenden Gewalt in Ägypten und schwachen Geschäftszahlen von Merck gebremst. Gestützt wurden die US-Börsen dagegen von positiven Konjunktur- und Einzelhandelsdaten, die für eine Erholung von den Tagestiefs sorgten. Dank eines Schlussspurts schafften die Indizes im späten Handel den Sprung in positive Gefilde. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,2 Prozent 12.062 Punkte. Der Nasdaq-Composite-Index legte ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2.754 Zähler zu.
Der Euro hielt sich nach der kräftigen Abwärtsbewegung am Donnerstag im frühen europäischen Geschäft am Freitag stabil über der Marke von 1,36 Dollar und notierte gegen 9.10 Uhr bei 1,3622 Dollar. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, habe «erst einmal Luft aus der Spekulation um eine möglicherweise baldige Zinserhöhung herausgelassen», begründete ein Händler den Abschlag um über einen Euro-Cent am Donnerstagnachmittag. Trichet habe die Erwartung einiger Marktteilnehmer auf eine schnellere Zinserhöhung enttäuscht. So bekräftigte der EZB-Präsident, dass der Leitzins angemessen, eine «sehr genaue Beobachtung» der Inflationsrisiken notwendig und die mittelfristigen Inflationsrisiken noch alles in allem ausgeglichen seien, auch wenn sie sich nach oben bewegen könnten. Die EZB hatte am Donnerstag einen Referenzkurs von 1,3745 Dollar festgestellt.
Im DAX machte allen voran HeidelbergCement 1,4 Prozent auf 47,21 Euro gut. MünchnerRück folgten mit einem Plus von 1,2 Prozent auf 118,45 Euro. Deutsche Bank legten um 0,9 Prozent auf 45,49 Euro zu. Am anderen Ende führten Volkswagen die Verlierer an, die Papiere fielen um 1,2 Prozent auf 114,65 Euro. Fresenius gaben 0,8 Prozent auf 63,51 Euro ab, Merck verloren nach der Vorlage schwacher Zahlen 0,3 Prozent auf 63,57 Euro.
Im MDAX waren vor allem Hochtief gefragt, die 1,6 Prozent auf 63,95 Euro gut machten. Demag Cranes verloren am anderen Ende 0,8 Prozent auf 37,80 Euro. Im TecDAX waren Q-Cells Spitzenreiter und gewannen 1,7 Prozent auf 2,54 Euro. Verlierer waren SMA Solar, die 3,7 Prozent auf 71,60 Euro abgaben.
(Redaktion/ dapd)
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