30.01.2009  14:09 Uhr

Metropolregion
Rheinisches «Gipfeltreffen» im Kölner Rathaus

Köln. Zu einem ersten Arbeitstreffen besuchte der Düsseldorfer OB Dirk Elbers seinen Amtskollegen in Köln. Auf Einladung von OB Fritz Schramma diskutierten die Stadtoberhäupter die Möglichkeiten von verstärkten Kooperationen entlang der Rheinschiene. Aufbauend auf bereits bestehenden Projektansätzen ging es in erster Linie um die Möglichkeit, eine Metropolregion entlang der Rheinschiene zu etablieren.

Das Rheinland bringt gute Voraussetzungen mit, als Metropolregion aufzutreten. Dabei spielen nicht nur reine Größenvorteile eine Rolle, sondern auch Faktoren wie eine gemeinsame verbindende Mentalität. „Das Rheinland bringt in dieser Beziehung gute Voraussetzungen mit, daher schätze ich die Chancen für gemeinsame Aktivitäten hoch ein“, erläutert Elbers.

„Aufbauend auf unseren mehr als 15-jährigen Erfahrungen in der regionalen Zusammenarbeit unter dem Dach des Region Köln/Bonn e.V. können wir wertvolle Hinweise beitragen, wie weitergehende Kooperationsplattformen an der Rheinschiene geschaffen werden können“, so Fritz Schramma, der aktuell Vorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. ist.

Metropolregionen zeichnen sich durch hochzentrale Funktionen wie etwa Forschungs- und Bildungskompetenz, zentrale Verkehrsknotenpunkte, Messe- und Kongresseinrichtungen oder Entscheidungskompetenzen aus. In Deutschland hat die Ministerkonferenz für Raumordnung derzeit elf Metropolregionen bestimmt. In Nordrhein-Westfalen ist dies die Metropolregion Rhein-Ruhr, der neben dem Rheinland auch das Ruhrgebiet angehört.

„Wir müssen die Realitäten zur Kenntnis nehmen. Wenn es um konkrete Projekte geht, gibt es zwischen Ruhrgebiet und Rheinland nur geringe Schnittmengen. Das Ruhrgebiet vermarktet sich konsequenterweise als Metropole Ruhr, und im internationalen Wettbewerb sollte sich auch das Rheinland als gemeinsamer Kooperationsraum verstehen“, beschreibt OB Schramma die Ausgangslage.

„Wir haben vereinbart, gemeinsam weiter daran zu arbeiten, eine Metropolregion zu schaffen. Die jüngst eingerichteten regionalen Gesprächskreise zum ‚Einheitlichen Ansprechpartner’ und zur ‚Behördennummer 115’ zeigen, dass auch auf Projektebene Potenzial für gemeinsame Lösungen besteht“, geben sich beide Oberbürgermeister zuversichtlich.

Beide Städte sind sich einig, dass der regionale Zuschnitt einer Metropolregion Rheinland noch nicht letztendlich definiert ist und die Nachbarstädte und -kreise wichtige Gesprächspartner für die weitere Entwicklung sind.  (Stadt Köln)


 

(Redaktion)

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