12.08.2008  09:21 Uhr

Bifoa
Olympia im Zeichen des Drachens

Köln-Bonn. Fast 500 Kölner Chinesen und Chinafreunde erlebten auf dem Rhein das Public Viewing der Eröffnung der Olympia in Peking. Das Schiff der Köln-Düsseldorfer „MS Drachenfels“, auf dem die Gäste reisten, bot den Rahmen für einen ungewöhnlichen Auftakt der Weltspiele im Reich der Mitte. Denn der Drache gilt in China als Glückssymbol.

Der Verein zur Förderung der Betriebswirtschafslehre an der Universität Köln BIFOA hatte gemeinsam mit Partnerorganisationen zu dem Event geladen, zu dem zahlreiche chinesische Geschäftsleute mit ihren Familien sowie Studenten und deutsche Chinafreunde gekommen waren. Mit roten Lampions geschmückt erinnerte die „Drachenfels“ stark an ein Boot auf einem der großen Ströme Chinas. Dieser Eindruck wurde verstärkt durch Musiker aus dem Reich der Mitte, die auf traditionellen Instrumenten auf die Schiffsreise einstimmten.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma hatte als engagierter Promoter der wirtschaftlichen und kulturellen Kontakte zu China die Schirmherrschaft über diesen Olympiade-Auftakt übernommen. Er konnte aber selbst nicht teilnehmen, weil er einen Tag später mit einer Kölner Delegation nach Peking flog. Michael Josipovic, Leiter des Standortmarketings der Stadt und ebenfalls Mitglied der Reisegruppe in die chinesische Hauptstadt, vertrat das Rathaus. Denn Köln soll eines der Zentren der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen werden. Rund 180 Firmen aus dem Reich der Mitte haben sich in der Domstadt bereits angesiedelt.

Diesem Ziel fühlen sich neben dem BIFOA auch die Mitveranstalter „Travel & Trade in Europe“, „Gesellschaft der Chinafreunde e.V.“, „Partnerschaftsverein Köln-Peking“ und „Vereinigung der Chinesischen Studenten und Wissenschaftler in Köln“ verpflichtet. Die Kommilitonen aus Fernost hatten sich zusätzlich als Serviceteam engagiert, servierten chinesische Köstlichkeiten und deutschen Kuchen.

Dr. Richard Geibel, Präsident des BIFOA, Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert Szyperski, Vorsitzender des wissenschaftlichen Kuratoriums, und Franz J. Cremers, Vorstand der „Chinafreunde“, freuten sich mit den Gästen über deutsche Olympia-Prominenz bei dieser Schiffstour: Ulrike Nasse-Meyfarth, Goldmedaillen-Gewinnerin von 1972 (München) und 1984 (Los Angeles) sowie Franziska Gude (Goldmedaille Hockey 2004) und Dr. Arnd Schmitt (Gold Fechten 1988 und 1992) erhielten von chinesischen wie deutschen Teilnehmern viel Applaus.

Auf der „Drachenfels“ herrschte insgesamt eine sehr positive Zustimmung zu den olympischen Spielen in Peking. Großen Respekt für die Organisation der Olympiade, Begeisterung über die eindrucksvolle Eröffnungszeremonie und die Überzeugung, dass die Spiele Chinas Gesellschaft langfristig positiv ändern werden hörte man bei den meisten Gesprächen.

OB gratuliert dem Kölner Ole Bischof zur Goldmedaille


 

(Ulrich Gross)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © BIFOA-Präsident Dr. Richard Geibel mit einer Sängerin aus China



 


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