Stressmanagement
Mach den Stress zu deinem Mitarbeiter II
Köln-Bonn. In der vergangenen Woche haben wir festgestellt, dass der Stress eine Art Mitarbeiter ist, der sowohl das Potential zum Flop- wie auch das Potential zum Top-Mitarbeiter hat. Die entscheidende Frage ist jetzt, wie wir diesen Mitarbeiter konkret führen müssen, damit wir einen Nutzen von ihm haben und er uns nicht das Leben sabotiert. Drei Bereiche sind entscheidend.
Markus Frey ist Coach und Trainer und als solcher Stress-Experte und Fachmann für Burnout-Prävention. Bekannt geworden ist er insbesondere durch sein Hörbuch "Mit Stress zur Spitzenleistung" und als Autor vieler Fachartikel über den effektiven und gesunden Umgang mit Belastungen unterschiedlicher Art.
Gedankenmanagement
Stress entsteht in aller Regel nicht durch äußere Ereignisse, sondern durch unsere Gedanken über diese Ereignisse. Diese Gedanken sind es, die entscheiden, ob und wenn ja wie viele Stresshormone einen halben Meter weiter unten, in der Nebenniere, ausgeschüttet werden. Wenn ich also ein langfristig wirksames Stressmanagement einüben will, komme ich um ein effektives „Gedankenmanagement“ nicht herum.
Bewegungsmanagement
Natürlich, es gibt eine ganze Reihe von mehr oder weniger wirksamen Methoden, um einen erhöhten Stresshormonspiegel wieder abzubauen. Die wirksamste ist und bleibt aber die Bewegung. Und diese ist dann am wirksamsten, wenn sie in den ganz normalen Alltag (Alltag = jeden Tag!) eingebaut. Dabei müssen Sie nun wirklich nicht gleich zum Marathonläufer werden. Oft ist es schon durch einige wenige Entscheidungen möglich, ohne großen Zeitverlust ein großes Bewegungsplus in den Tagesablauf zu integrieren und damit bereits einen großen Unterschied in Ihrer Gesundheit zu machen.
Sinnmanagement
Wer den Stress über lange Zeit als Energie raubenden Flop-Mitarbeiter“ erlebt, steht mit der Zeit in der Gefahr den berüchtigten „Burnout“ zu erleiden. Umfragen unter Betroffenen zeigten dabei immer wieder, dass der Risikofaktor Nr. 1 nicht etwa die Quantität der Arbeit, die Zahl der Arbeitsstunden ist. Risikofaktor Nr. 1 der Verlust des Gefühls für den Sinn des eigenen Lebens im Allgemeinen und Sinn der Arbeit im Speziellen. Wenn Sie sich als mit der Sinnfrage, bzw. mit verschiedenen Sinnfragen auseinandersetzen und Ihre ganz persönliche Antwort erarbeiten, ist auch das nicht nur eine Gedankenspielerei sondern eine gesundheitsfördernde Maßnahme allerersten Ranges!
Wer diese drei Bereiche beachtet und konkrete, persönliche Entscheidungen dazu umsetzt, hat eine hervorragende Grundlage dafür geschaffen, dass er den Stress eines erfüllten Lebens genießen kann und sich nicht davor fürchten muss, dass er seine Gesundheit ruiniert.
(Markus Frey)
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