11.11.2008  17:45 Uhr

Stressabbau
Bewegung — die Nr. 1 beim Stressabbau

Köln-Bonn. Dass die vielzitierte Bewegungsarmut eines unserer größten Gesundheitsprobleme ist, ist hinlänglich bekannt. Damit einher gehen die hohen Steigerungsraten, die wir beispielsweise bei Diabetes, Adipositas (Fettleibigkeit) und vielen anderen Parametern der Volksgesundheit haben. Weniger bekannt ist die hohe Bedeutung, die regelmäßige, moderate Bewegung für unsere Fähigkeit, mit Stress umzugehen hat.

Moderate Bewegung ist wie keine andere Maßnahme dazu geeignet, den Stresshormonspiegel zu reduzieren. Gleichzeitig bauen Sie dadurch Glückshormone, die so genannten Endorphine auf. Ideal dafür sind insbesondere Ausdauersportarten wie Jogging, Nordic Walking, Radfahren oder auch Skilanglauf. Ihr Stress bleibt damit im wahrsten Sinn des Wortes „auf der Strecke“.

Leider stellen im Herbst viele Gesundheitssportler ihre Laufschuhe und Fahrräder in die Ecke und holen sie erst im folgenden Frühjahr wieder hervor. Dabei wäre regelmäßig in den Tagesablauf eingebaute Bewegung gerade in der dunkleren Jahreszeit besonders wichtig. Das hat vor allem mit dem Nervenbotenstoff Serotonin zu tun, der in der lichtärmeren Jahreszeit deutlich weniger produziert wird, als im Frühjahr und im Sommer. Serotonin ist u.a. verantwortlich für unser Wohlbefinden, unsere Antriebskraft, unseren Schlaf und nicht zuletzt für die Regulierung unseres Blutdrucks. Von letztgenannter Wirkung leitet sich auch der Name „Serotonin“ ab. Dass Menschen, die sich viel an der frischen Luft bewegen, in der Regel deutlich seltener mit Bluthochdruck zu kämpfen haben, als Menschen, die sich eher als „Sesselsportler“ betätigen, hat v.a. hierin seinen Grund.

Außer durch Licht und (eingeschränkt) durch die Ernährung, kann die Serotoninproduktion aber eben vor allem durch die Bewegung angekurbelt werden. Bewegung (möglichst an der frischen Luft) ist also der Königsweg, wenn es darum geht, möglichst wirkungsvoll etwas gegen die gesundheitsschädlichen Auswirkungen des Stresses und die Gefahr, einen Burnout zu erleiden zu tun.

Tipp: Schließen Sie sich mit anderen Menschen zusammen, um mit ihnen zu joggen, (oder zu „joggeln“, die Geschwindigkeit spielt keine Rolle!), zu walken oder eine andere Sportart regelmäßig zu betreiben, die Ihnen Spaß macht. So schlagen Sie einerseits dem inneren Schweinehund ein Schnippchen. Und andererseits erhöht das Zusammensein mit Menschen, die man mag, die stressreduzierende Wirkung des Sportes noch einmal!


 

(Markus Frey)

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