01.07.2011  14:46 Uhr

.koeln
Eine eigene Domain für die Domstadt

Köln-Bonn. Ein neues Internetzeitalter hat begonnen. Großkonzerne und Städte können ihre Websites nun unter eigenen Top-Level-Domains betreiben. Ein Kölner Unternehmer setzt sich für die Einführung von .koeln ein.

Die Internet-Verwaltungsorganisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat vor einer Woche den Startschuss für eine Erweiterung des Adressraums im Internet gegeben, indem sie neue Top-Level-Domains zulassen wird. So werden neben URL-Endungen wie .de, .com oder .net auch Firmennamen oder Städte nutzbar sein. Thomas Lenz will mit .koeln eine eigene Adresse für Köln schaffen und so die lokale Wirtschaft nachhaltig ankurbeln. Adressen wie beispielsweise maler.koeln, greven.koeln, karneval.koeln, ksk.koeln werden die Internetauftritte der lokalen Unternehmer attraktiver machen. Diese können von der Lokalisierung des Internets profitieren und den lokalen Bezug zu Köln stärker nutzen. Gerade in Zeiten der voranschreitenden Globalisierung, gerät die Identifizierung mit der regionalen Herkunft in den Hintergrund. Kaum jemand weiß, dass sich fast die Hälfte der Suchanfragen im Internet auf lokale Angebote und Produkte beziehen. Wer den nächsten Schlüsseldienst sucht oder die beste Pizza im Umkreis finden will, braucht lokale Suchergebnisse. Diese Neuerung optimiert damit auch die Ergebnisse und die Schnelligkeit einer Internetsuche. Lokale Suchanfragen werden zielorientierter abgeschlossen und führen zu einem optimalen Ergebnis.

Die Wirtschaftsregion Köln

Köln ist eine Wirtschaftsregion, die alle Vorteile einer eigenen Domain ausschöpfen sollte. Thomas Lenz setzt sich mit seinem Unternehmen dotKöln Top-Level-Domain GmbH stellvertretend für alle Kölner für die Vergabe von .koeln ein. Er glaubt an das Potential einer solchen Adresse und an all die Vorteile, die Köln davon hat. „Wir wollen die Marke Köln als Internet- und Medienstandort nachhaltig unterstützen und Kölner Unternehmern die Möglichkeit bieten, leicht auffindbare Domainnamen zu registrieren.“ erklärt der Geschäftsführer von dotKöln. Domains sind inzwischen knapp und einen sinnvollen Webseitennamen zu finden, ist schwierig geworden. Durch die Endung .koeln entstehen einprägsame Domains, die Kölner sowie Nicht-Kölner identifizieren und finden können. Lokale Adressen stärken das Gemeinschaftsgefühl und fördern die Identifikation mit der Region Köln. So entsteht eine Community, die im weltweiten Internet eine lokale Identität besitzt und vertritt. .koeln wird nicht die einzige Top-Level-Domain mit den Namen einer Stadt sein, sondern befindet sich in guter Gesellschaft mit Weltstädten wie New York, Rom und Berlin, die ebenfalls ihre eigene Domain beantragen. Ein Grund mehr, Köln neben solch prominenten Städten zu positionieren. Der nächste wichtige Schritt für Thomas Lenz ist die Bewerbung um die Unterstützung der Stadt, die ein Auswahlverfahren auf lokale Ebene umsetzen wird. Die Organisation ICANN fordert umfangreiche Bewerbungsunterlagen, um ab 2012 die neuen Top-Level-Domains Wirklichkeit werden zu lassen.


 

(Redaktion)

Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 1 © dotKöln



 


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